Wer gratuliert hier wem?
Wie lässt sich die Spannung in einem Turnier auf die Spitze treiben? Ganz einfach, indem die beiden Topplatzierten im direkten Aufeinandertreffen zum Finale die Punkte teilen. So geschehen heute in der letzten Runde der oberfränkischen Meisterschaft. Wer hatte am Ende im Foto-Finish die Nase vorn?
Sergej Asaulenko (Coburger SV) mit Weiß, Christoph Sesselmann (TSV Bindlach-Aktionär) mit Schwarz – das war das Endspiel der allgemeinen Klasse. Die Vorzeichen: Gibt es einen Sieger, ist er oberfränkischer Meister. Bei einem Remis gehen die Blicke auf die Buchholz-Wertung – und auf das zweite Brett der siebten Runde. Denn dort könnte der zweite Sesselmann – Moritz vom SK Kulmbach – durch einen Sieg vielleicht noch an seinem Bruder und Asaulenko vorbeiziehen.
Die erste Entscheidung: Das Spitzenspiel endete tatsächlich mit einem Unentschieden. Damit beide weiterhin gleichauf, jetzt mit 5,5 Punkten. Und Moritz Sesselmann mühte sich in einem Endspiel mit Dame gegen zwei Türme – und kämpfte um den Sieg und möglichen Turniersieg. Doch mehr als ein Remis ist in dieser Konstellation nicht drin. Zumindest wenn der Gegner Tobias Schwarzmann (SC Höchstadt) heißt.
Nun begann das große Rechnen: Buchholz mit Streichwertung war das Entscheidungskriterium. “Es müsste reichen für mich”, meinte Christoph Sesselmann vorsichtig beim Mittagessen. Ergebnis der Auswertung: Sesselmann 27, Asaulenko 26. Herzlichen Glückwunsch, Christoph, zum oberfränkischen Meistertitel! Seine erste Analyse: Die Runden fünf und sechs seien wohl ausschlaggebend gewesen.
Ähnlich knapp ging es in den Seniorenklassen zu: Dirk Müller (PTSV-SK Hof) gewann dank der besseren Buchholz-Wertung den Titel der S60, da aber doch deutlich, vor Stefan Wunder (FC Nordhalben). Bei den Jungsenioren (S50) setzte sich Torsten Müller (SV Neustadt) ebenso nach Wertung vor Tilo Deml (1. FC Marktleuthen) durch.
Hier ein paar Eindrücke von Sonntagvormittag (Fotos: Thanh Hai Stephan):
